Burg Bergerhausen
Kerpen-Bergerhausen, Wasserburg 12

Die Burg Bergerhausen wird 1291 erstmalig als Rittersitz der Ritter von Bergerhausen erwähnt.

In der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts wird die Burg von den Erzbischöfen von Köln erworben, zur Sicherung des Grenzraumes Blatzheim im Hoheitsgebiet Köln.

1334 geht die Burg an den Ritter Hermann von dem Bongart für seine dem Erzstift und Erzbischof geleisteten treuen Dienste.

1423 wurde die Burg dem Erbkämmerer Statz von dem Bongart übertragen, der die verfallene und im Krieg zerstörte Burg wieder neu aufbaute.

Es war eine Winkelburg, die im Kern noch heute aus dem südlichen Hauptflügel und dem Ostflügel besteht und bereits einen Treppenturm im Winkel besaß.

Die Burgkapelle wird 1501 genannt. Geweiht war sie den Heiligen Michael, Antonius, Quinrinus, Hubertus und Kornelius. Sie lag im nördlichen Teil des Ostflügels.

An den Südflügel wurde 1860 eine neue Kapelle angebaut: "Kapelle zur unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria". Noch heute wird jeweils am ersten Sonntag im Monat eine Heilige Messe in der Kapelle gefeiert.

Unter der Kapelle befindet sich die Familiengruft der früheren Schlossbesitzer. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg von Ritter Wilhelm von dem Bongart und seinem Sohn weiter ausgebaut und modernisiert. Aus dieser Zeit stammt der schwere Batterieturm mit seinen 3,25 Meter dicken Mauern.

Die Burg wurde somit verteidigungsfähig gegen Geschütze. Es ist einer der interessantesten Batterietürme im Rheinland.Ein weiterer kleinerer Geschützturm wurde um 1830 abgebrochen.

Die Herren von dem Bongart zu Bergerhausen besaßen die Burg fast 300 Jahre, bis sie im 18. Jahrhundert an die Paffendorfer Familie von den Bongart ging, die sich von der Bergerhausener Linie abgespalten hatte.



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