Burg Konradsheim
Erftstadt-Konradsheim, Frenzenstr. 201

Mitte des 13. Jahrhunderts werden die Ritter von Cunresheim urkundlich erwähnt, von denen man annimmt, dass sie damals den Besitz zum Lehen erhielten. Von einer festen Burganlage aber, die ungefähr dem Gebäudekomplex der heutigen Hauptburg entsprochen haben muss, erfahren wir erst aus einer Urkunde von 1337. In diesem Jahr wurde dem Erzbischof von Köln, Walram von Jülich, von seinem „Küchenmeister“, Arnold von Buschfeld, das Offenhausrecht auf seiner aus eigenen Mitteln wenige Jahre zuvor erbauten Burg Konradsheim für 400 Florentiner Gulden eingeräumt. Das war ein stattlicher Preis für das Recht, das Anwesen im Kriegsfalle zu Verteidigungszwecken zu besitzen. Der Grund für seine Höhe ist wohl darin zu suchen, dass zu dieser Zeit der Bau der Festung Lechenich noch nicht abgeschlossen war und Konradsheim im kurkölnischen Burgengürtel gegen die Jülicher von erheblicher Bedeutung war. Nach der Fertigstellung der Lechenicher Landesburg wurde Burg Konradsheim offenbar überflüssig als Flankenschutz und fast bis zur „niedersten Fensterbank“ abgetragen.

Nicht alles ist heute im Originalzustand wiederhergestellt, aber im Wesentlichen präsentiert sich Konradsheim jetzt wieder so, wie es Wilhelm von Haes 1548 neu aufbaute. Konradsheim ist seit 1976 wieder in Privatbesitz. Nach umfangreicher Renovierung der Innenräume beherbergt die Burg einen auf Möbel spezialisierten Antiquitätenhandel.



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